November 18, 2007
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Samstag Nacht um 3 Uhr alleine zuhause Sangria trinken - man kann sein Wochenende durchaus besser verbringen. Gestern (genauer genommen vorgestern) auf einer Hardcore-Show in der Wohnwelt gewesen und sehr viel Spaß gehabt. Die Bands waren mehrheitlich mehr als nur genießbar und ein bisschen Tanzen ist auch drin gewesen. Bei der letzten Band (X When Seasons Change X aus Italien) bin ich auf Andres Rücken durch den Moshpit geritten, wobei wir anscheinend über einen Typen drübergelatscht sind (sorry) und uns kurz darauf richtig schön auf die Schnauze gelegt haben. Der linke Teil meines Hinterteils und mein linker Oberschenkel schmerzen immer noch in jeder Stellung und sind leicht taub. Und das alles nur, um 10 Sekunden lang die betrunkenen Idioten zu markieren und anschließend von dem gesamten Publikum ausgelacht zu werden. Aber das war mir der Spaß wert. Ansonsten hat sich nicht all zu viel zugetragen. Im Zug waren vorhin eine Menge Schlaaand-Hohlköppe mit Idioten-Stempel im Gesicht und Schwarz-Rot-Gold-Merch von Oben bis Unten. Kann mich vielleicht wer aufklären, was heute (also gestern) wieder für ein kolossales Ereignis war, dass allen der patriotische Rotz gradezu aus der Nase läuft?
November 7, 2007
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Ja, ich kotze mich schon selbst an: selbstmitleidig, motivationslos, ich lasse mich hängen. Ich habe vergessen, was dieses Leben lebenswert macht. In mir macht sich eine Mischung aus allerlei Gefühlen breit, die ich einfach nicht kontrollieren kann. Selbstverachtung und -hass, Wut, Depression, Melancholie. Es ist nichts mehr übrig von Freude und Glück. Anstatt dessen fall ich in ein Loch. Ich ertrage diese Situation nicht mehr. Und das macht das ganze so lächerlich und armselig. Es ist rational nicht zu erklären, wie sämtliches positives Empfinden an den Gefühlen einer einzigen anderen Person scheitern kann. Dadurch entsteht eine solch unerträgliche Abhängigkeit, in die kein Mensch geraten will. Ich hätte nie gedacht, dass alles so plötzlich kommt und dass es so schwer ist loszulassen. Dabei hab ich mich selbst in diese ausweglose Situation gebracht und das verstärkt meine inneren Konflikte nur noch mehr. Ich weiß nicht, wie ich das alles schaffen soll.
November 5, 2007
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Ohne Worte.
“I just can’t spread my arms
as wide as I still love you
and for god’s sake I have to admit
it’s just how the wise and old say:
love’s not dying
it’s thick water, pouring into all directions
but when the tide goes out
I just can’t stand that silence
here I lie with no emotion
eating up myself all night
as I try to interpret every single word you wrote
it’s a constant fear, a constant state of selfishness
miles to go to find myself
mountains to climb to overview it all
ages left to stick to sincere ideas
on top of nothing, it’s hard to see a light
on top of nothing
I was born, I was raised
under a star of eagerness
walking with my fellows
faith and aspiration”
Just Went Black - Crossing Reason
November 4, 2007
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Und schon ist er wieder da: der letzte Ferientag. So ein Mist aber auch. Ein kleines Fazit der Ferien: Soloprojekt voller Elan vorgenommen - und nicht ansatzweise daran gearbeitet. Biologie Nacharbeiten und für die am Freitag anstehende Geschichtsklausur pauken - nicht einmal damit angefangen. Das Klo komplett streichen und neu gestalten - naja, so halbwegs über die Bühne gebracht, aber nicht fertig geworden. Und wo ist die ganze Zeit hin? Ich habe keinen blassen Schimmer. Irgendwie ist das alles in einer großen Wolke aus Demotivation und Lustlosigkeit untergegangen. Stattdessen habe ich den Großteil meiner Zeit irgendwie vergammelt, anstatt ihn sinnvoll und produktiv zu nutzen. Ich war noch nicht einmal beim Kontrolltermin wegen meiner Kontaktlinsen - auch so eine Sache, die ich dringend nachholen muss. Eigenartig, dass das trotz bester Vorsätze bei mir immer in die Hose gehen muss mit den gut genutzten Ferien. Ob ich mein Leben so nochmal in den Griff kriege? Ich weiß es nicht. Naja, wenn es schon schief geht, dann auch richtig und auf ganzer Linie. Und der Kapitän geht ja bekanntlich mit seinem sinkenden Schiff zusammen unter.
November 3, 2007
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Diese Stadt ist tot. Hätte man mich damals gefragt, ob ich nach Neustadt ziehen will, hätte ich definitiv “Nein!” gesagt. Leider war ich damals noch nicht geboren und hätte wahrscheinlich ohnehin noch nicht gewusst, wie beschissen es ist, in diesem Kaff zu hausen. Was ist das denn bitte für eine Stadt, in der man sich lieber damit beschäftigt, ob und wie genau man nachts die Laternen ausschalten lassen will (weil das eventuell in ein paar Jahrzehnten vielleicht irgendwann mal rentabel sein wird), anstatt Jugendlichen etwas besseres zu tun zu geben als den ganzen Tag am Bahnhof herumzulungern, um sich am Wochenende dann die restlich verbliebenen Gehirnzellen wegzusaufen/-kiffen/-koksen/-prügeln/usw.? Was ist das für eine Stadt, in der man dekadente Schützenfesttraditionen immer noch so stark pflegt, dass es - getreu den traditionellen Geschlechtsrollen - nur den Kerlen erlaubt ist, zu schießen, während die Frauen danach schön die Schützen an beiden Armen schmücken dürfen? Der Großteil der Jugendlichen passt sich an und wird nicht grade selten zu hirnlosen Systemopfern, die jeder Scheiße nachlaufen, die ihnen RTL und BILD reinprügeln und alles verstoßen, was irgendwie anderartig zu sein scheint oder sie vielleicht sogar in ihrem “Lebenswerk” kritisiert. Wie soll man als ein Mensch, der vielleicht noch ein wenig Restverstand besitzt und nicht willig ist sich anzupassen, sich hier zurechtfinden, hier seinen eigenen Platz finden? Letzter Ausweg: Flucht. Blos raus aus dier Scheisse. Und wenn es nur die Stadt nebenan ist, immerhin gibt es dort noch weitere Überlebende, mit denen man sich zusammen durch diesen Mist retten kann. Es ist nicht all zu lange her, dass ich mir einen Film aus der Resident-Evil-Reihe (3. oder 4.) angeguckt habe, in dem die ganze Welt vom Zombie-Virus infiziert ist und sich die letzten Überlebenden zusammenrotten, um sich gemeinsam durchzuschlagen. Sicherlich eine krasse Schwarz-Weiß-Metapher, aber doch nicht gänzlich unpassend. Denn diese Stadt ist tot.
Your city is dead!
I used to believe their whispered lies
I used to believe their stuttering
Your city is dead!
Burnt down, overflowed
Your city is dead!
Cripples are rising up tonight
Dead end girls, dead end boys
tonight we are going underground
behind drawn curtains we will outlive
the fall of mankind
trapped and tied up
keeping step with our fate
trapped and tied up
seething with rage
locked out from the outside
born to be the victims
we die from our own past
we are all born dead!
Just Went Black - The City Lights
Oktober 30, 2007
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Wird ja langsam Zeit: Letzten Freitag war ich mit Daniel und Konrad beim Blacktop Showcase in Ibbenbüren. Blacktop ist ein Hardcore/Punk-Label mit ein paar echt fetten Bands und Hardcore-Hauptstadt Ibbenbüren (”Ibb-Town”) liegt nördlich von Münster bzw. westlich von Osnabrück und ist an sich nichts weiter als ein weiteres gottverlassenes Kaff. Nach 2 Stunden Hinfahrt waren wir überpünktlich vor Ort und sind dank Tim auf die Gästeliste gekommen. Daniel und ich sind noch was essen gegangen und haben dadurch dann gleich erstmal die erste Band Lighthouse Project verpasst. Damn! Als wir wiederkamen spielten dann grade In Remembrance. Ganz gute Musik, nichts großartig besonderes, aber auch nicht schlecht - kann man sich ganz gut mal anhören. Anschließend spielten Within Walls. Ich erinner mich grade schon nicht mehr wirklich an die Musik, nur daran,
dass die Ansagen ziemlich korrekt waren. Verrückt. Danach kamen Ritual, die, wie sich herausstellte, live um einiges besser sind als auf Platte, auch wenn die Texte meiner Meinung nach ein wenig zu wünschen übrig lassen. Nach Ritual kam dann endlich die Band, auf die ich mich schon die ganze Zeit gefreut hatte: Just Went Black. Und sie waren noch viel geiler als ich es eigentlich erwartet hatte. Ich hab selten eine Band gesehen, die live so authentisch wirkt. Man hat
sofort das Gefühl, dass die einfach auf die Bühne gehen, ihr ganzes Inneres nach Außen kehren und einfach alles rauslassen, was in ihnen schmort. Vor allem der Sänger scheint einfach eine knappe halbe Stunde in einer anderen Welt gelebt zu haben und schien gänzlich in Ekstase zu schweben. Nach Just Went Black folgten dann Black Haven, die ich einfach absolut langweilig fand. Gar nicht mein Fall. Als Vorletztes spielten Black Friday 29. Ich mochte diese Band schon vor dem Konzert nicht und ich mag sie danach immer noch nicht. Die Bezeichnung “stumpfe Bollo-Kacke” scheint mir da nicht ganz unangebracht. Ich verstehe ohnehin nicht wieso teilweise so ein Hype um diese Band erzeugt wird. Als ”Headliner” (falls man da bei diesem Konzert überhaupt von sprechen kann) spielte dann ”Endstand”. Wie erwartet einfach eine sehr coole Band. Musikalisch sowie ideologisch coole Leute. Mehr braucht man dazu eigentlich gar nicht sagen.
Nach der Show durften wir dann noch bis halb 6 morgens auf unseren Zug warten. Haben uns dann erst so ein paar dörfischen Hardcore-Kids an die Fersen gehängt und zusammen mit denen Mist gebaut und die Aral-Tankstelle belagert. Irgendwann sind die dann nach Hause gefahren und wir haben den Rest des Abends an so einer Lagerfeuerstelle verbracht. War ganz chillig, nur dass mein Arsch die ganze Zeit weh getan hat und es verfickt kalt war. Alles in allem ein spaßiger Abend, aber 8 Bands sind einfach zu viel. Vor allem weil wegen dem engen Zeitplan die meisten Bands nur 20 Minuten spielen konnten. Und erst um 9 Uhr am nächsten Morgen zu Hause zu sein, ist auch verdammt hart und sorgt dafür, dass man selbst Tage danach noch hundemüde ist.
Oktober 25, 2007
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Vorhin erfahren und gerade ein bisschen Nachrecherchiert: George W. Bush hat wieder den Weg zurück zu einem seiner Lieblings-Buhmänner direkt vor der Haustür gefunden - das sozialistische Kuba. In einer Rede, die er vor Exil-Kubanern und Abgeordneten hielt, ließ er verlauten, dass die amerikanische Regierung plant, einen sogenannten “Freiheitsfonds” in die Wege zu leiten, in den Summen für ein “demokratisches” Kuba nach einem Machtwechsel eingezahlt werden sollen. Bush appelierte an die kubanische Bevölkerung, dass diese sich gegen ihre ach so unterdrückende Regierung wehren sollen (, auch wenn sie es scheinbar seit einem halben Jahrhundert nicht bereut haben, diese Regierung zu besitzen). Nicht schlecht, Herr Specht: erst jahrzehntelang die kubanische Wirtschaft mit allen Mitteln (Wirtschaftsembargo, Terror-Anschläge auf Zivilbevölkerung,…) in den Schwitzkasten nehmen und dann mit dem Geldbeutel wedeln. Aber kein Grund zur Besorgnis, das Ganze sei doch schließlich ”kein Aufruf zum Umsturz”…
Anschließend hämmert George noch ein wenig auf die Kriegstrommeln und gräbt ein paar verstaubte Klischees aus, indem er behauptet, dass “das sozialistische Paradies ein tropisches Gulag“ sei. Sehr schön, Herr Bush, und wo es grade um Lager geht: vielleicht noch ein paar Worte zu Guantanamo?
Oktober 24, 2007
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Ferien können gleichzeitig langweilig und mega-stressig sein. Eigentlich tue ich nichts anderes als jeden Tag spät aufstehen, ein wenig herumgammeln, anschließend in die Wohnwelt fahren oder sonstwas mit Freunden machen, spät abends oder nachts nach Hause kommen, vor den PC setzen und irgendwann spät nachts wieder schlafen gehen. Kurz gefasst: ein stressfreier, entspannter Alltag. Aber wenn ich daran denke, was ich mir eigentlich alles vorgenommen hatte, wirds mir schon ein wenig stressig: Ich wollte ein Solo-Projekt starten und habe bis jetzt noch nicht ein Lied fertig. Ich wollte Geschichte lernen, damit ich die Nachschreib-Klausur nicht verkacke und habe mir bis jetzt nicht eine Seite meines Schulbuches angeschaut. Und ich wollte noch eine Reihe anderer Sachen erledigen, die ich mittlerweile sogar schon wieder vergessen habe, was mich nicht gerade beruhigt. Ferien sind eigentlich so wunderbar, aber irgendwie versau ich es mir dann doch wieder. Vielleicht sollte ich einfach versuchen, mich irgendwie zum Frühaufsteher umzufunktionieren. Wäre bestimmt hilfreich. Wie auch immer das gehen soll.
Naja, mit dem Solo-Projekt gibt es ohnehin wieder neue Schwierigkeiten. Der Bass-Amp scheint hinüber zu sein. Zumindest lässt sich der Fehler nicht finden. Vielleicht ist er auch einfach nur träge und geht deshalb immer nach einer Minute wieder aus.
Wie auch immer: Ohne Bass-Amp keine Bass-Aufnahmen. Schöne Scheisse.
Neueste Erkenntnis: Gute, taugliche Bandnamen Finden ist schwerer als man denkt. Heidewitzka!
Oktober 22, 2007
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Grade nach Hause gekommen und gesehen: wow! Ich hab nur einer Person von diesem Blog erzählt und es in ein paar Profilen verlinkt und prompt gabs 28 Besucher allein am heutigen Tag. Nicht schlecht, Herr Specht. So kann das gerne weitergehen.
Ansonsten bin ich heute nachdem ich mir beim Zahnarzt das gesamte Zanfleisch hab bluten lassen mit 3 Kumpels zum ”All you can eat” bei Pizza Hut in Hannover gefahren. Mir ist immer noch schlecht von gerade mal 8 Stücken. Ein Freund hat 15 Stücken, 1 Teller Pasta und 1 Donut gefressen. Wie kann das alles in einen Magen passen? Der typ ist noch nicht mal dick! Ich verstehe es immer noch nicht. Verrückte Welt.
Was das Solo-Projekt angeht gab es bisher leider keine nennenswerten Fortschritte. Ich glaube, ich sollte mich da mal ein bisschen mehr reinhängen. Aber das wird auf jeden Fall noch was.
Heutige Erkenntnis: Ich brauch unbedingt so nen Archos MP4-Player. Das ist ja echt der Shit!
Oktober 22, 2007
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Die Planungen laufen schon, aber mehr auch nicht: in den Ferien will ich ein Solo-Musik-Projekt starten. Leider stehen Gitarren-Amp und Mikro noch bei einem Kumpel und der Bass-Amp muss noch von meinem Vater repariert werden. Naja, verzögert sich dann doch noch alles. Aber ich hab ja auch noch nicht mal ein Lied komplett fertig, mal ganz abgesehen von den Texten, die dann ja auch noch geschrieben werden müssen. Das wird noch eine Menge Arbeit. Aber ich freu mich drauf.
Gestern waren noch ein paar Freunde da und wir haben uns Futurama und South Park reingezogen. Erkenntnis des Abends: bekiffte Leute können echt anstrengend sein. 